Polyamorie, id dat denn?

Gast0003

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Was hat das mit Polyamorie zu tun?

Polyamorie ist m.E. eine Veranlagung. Nämlich mehr als einen Menschen gleichzeitig lieben zu können. Und mangelnde Fähigkeit zur Eifersucht (aller Beteiligten) gehört m.E. auch dazu. In einem "Polykül" (eine aus mehr als 2 Personen bestehende Partnerschaft) spielt Geld möglicherweise auch eine Rolle, allerdings im Prinzip genauso viel oder wenig wie in einer binären Partnerschaft. Und mit einer "Affäre" (was immer man darunter verstehen mag) hat es auch wenig bis nichts zu tun, und schon gar nichts mit einem Deal "Sex gegen Geld". "Polyküle" können ansonsten ebenso langzeitstabil (oder zerbrechlich) sein, wie binäre Liebesbeziehungen.

Sorry für das OT-Dazwischengrätschen in dem anderen Thread, wo das Zitat her ist. Aber Polyamorie ist etwas ganz anderes als Polyfuckaround. Und hat mit P6 ebenso wenig zu tun, wie eine klassische Liebesbeziehung etwas komplett anderes ist als eine P6 Beziehung.

Wobei ich denke, dass in einer P6 Beziehung durchaus auch Raum für Sympathie und Hinwendung besteht. Nur eben halt nicht vorbehaltlos und mit klarem "Ablaufdatum".
 
Im Prinzip ist vieles eine Veranlagung, geben tut es das sicher auch.

Manchmal ist es aber auch nur eine Ausrede für Polyfuckaround. Liebe hat viel mit Verantwortung zu tun, ein Aspekt der oft vergessen wird...Und wenn man Verantwortungen verteilt, werden sie subjektiv anteilsweise oft weniger.
 
Ich denke, dass das Verantwortungs- und (Selbst-) Verpflichtungsgefühl eben nicht kleiner ist im Sinne von geteilt. Auch die Liebe ist, auf 2 "verteilt", ja nicht etwa halbiert.

Richtig ist, dass beispielsweise in einer echten Triade Verantwortung leichter zu tragen ist. Weil die daraus resultierende Last geteilt sein kann. Ganz einfaches Beispiel: In einer Triade wird ein Kind geboren. Da sich dann 3 Menschen darum kümmern (so sie sich dazu verpflichtet fühlen), hat jeder weniger Last als in einer binären Beziehung. Aber die dabei zu tragende Verantwortung ist keineswegs reduziert.
 
Ich denke, dass das Verantwortungs- und (Selbst-) Verpflichtungsgefühl eben nicht kleiner ist im Sinne von geteilt. Auch die Liebe ist, auf 2 "verteilt", ja nicht etwa halbiert.

Richtig ist, dass beispielsweise in einer echten Triade Verantwortung leichter zu tragen ist. Weil die daraus resultierende Last geteilt sein kann. Ganz einfaches Beispiel: In einer Triade wird ein Kind geboren. Da sich dann 3 Menschen darum kümmern (so sie sich dazu verpflichtet fühlen), hat jeder weniger Last als in einer binären Beziehung. Aber die dabei zu tragende Verantwortung ist keineswegs reduziert.

Theoretisch schon richtig...und vielleicht auch logisch und rational...aber, und hier sind wir wieder in der Berggasse 19: "Das Ich ist nicht Herr im eigenen Hause," Da greifen andere Strukturen, die diese Triade für die meisten nicht sehr einfach machen
 
Deswegen ists ja auch selten. Und m.E. auch eine Veranlagungsfrage. Vielleicht sogar ein "Defekt".

Man muss ja nicht nur jene "rausfiltern", denen es im Kern nur um Polyfuckaraound geht. Sondern auch all jene, die aus irgendwelchen ideologischen Gründen in diese Richtung gehen wollen (Anti-Establishment, bla bla bla).

So einen "Defekt" habe ich vor langem bei mir festgestellt. Eifersucht verstehe ich nicht. Nicht wertend gemeint, sondern es ist mir so fremd/exotisch, wie das Paarungsverhalten von Schleimaliens im Andromedanebel. Ich kann es nur phänomenologisch erfassen.

Hat auch keinerlei Nutzen/Vorteil, eher im Gegenteil, es wird sogar als mangelnde Bindungsfähigkeit wahrgenommen, es gibt sogar (Pseudo-)Psychologen, welche das behaupten.
 
Und hat mit P6 ebenso wenig zu tun, wie eine klassische Liebesbeziehung etwas komplett anderes ist als eine P6 Beziehung.

Wobei ich denke, dass in einer P6 Beziehung durchaus auch Raum für Sympathie und Hinwendung besteht. Nur eben halt nicht vorbehaltlos und mit klarem "Ablaufdatum".

So krass würde ich das nicht sagen. Ich habe für mich herausgefunden, dass eine P6 Beziehung (eine Art Sugardaddy/Sugarbabe) unter bestimmten Umständen nicht "etwas komplett anderes ist als eine klassische Liebesbeziehung". So paradox das klingen mag, aber bedingt durch den sehr grossen Altersunterschied, der eine gemeinsame Zukunft völlig ausschliesst, kann man sich der Partnerin mit sehr grosser Nähe zuwenden und hingeben. Beide Partner sind völlig frei und können sich in jeder Hinsicht vollkommen fallenlassen und die Zweisamkeit geniessen.
 
In dem Fall stellt sich dazu halt die Frage der "Symmetrie".

Ich jedenfalls könnte mich nicht "vollkommen fallen lassen und die Zweisamkeit geniessen", wenn ich (mehr oder weniger) davon abhängig wäre, dass der Geldfluss seitens des Partners/der Partnerin anhält. Denn ich würde immer im Hinterkopf haben, dass ich ja das Gegenüber sozusagen "bei Laune" halten sollte, um dies zu sichern. Klar, dies in gewissen Grenzen, aber dennoch.
 
Ich jedenfalls könnte mich nicht "vollkommen fallen lassen und die Zweisamkeit geniessen", wenn ich (mehr oder weniger) davon abhängig wäre, dass der Geldfluss seitens des Partners/der Partnerin anhält. Denn ich würde immer im Hinterkopf haben, dass ich ja das Gegenüber sozusagen "bei Laune" halten sollte, um dies zu sichern. Klar, dies in gewissen Grenzen, aber dennoch.

Das Geheimnis vieler langjähriger Ehen, die längst geschieden wären, wenn einer der Ehepartner nicht Angst vor dem finanziellen Abstieg hätte ... :floet:
 
Ich habe das als höchst symmetrisch empfunden! Meine "Kündigungszeit" hatte ich selbst auf 3 Monate festgelegt und meine Partnerin hätte ohne Probleme in der Zeit Ersatz gefunden. Und du magst das glauben oder nicht, wir haben auch nicht jedes Mal gevögelt, wenn wir uns gesehen haben, diesen "Zwang" gab es einfach nicht....eben so wie in jeder anderen Beziehung auch. Diese Beziehung wurde nur deshalb beendet, weil sie einen Partner gefunden hatte, mit dem sie sich eine gemeinsame Zukunft vorstellen konnte. Das ist jetzt über ein Jahr her, sie wohnen zusammen und ich denke, dass daraus etwas wird, denn sie passen hervorragend zusammen. Ich habe zu beiden auch immer noch Kontakt und freue mich sehr über diese Verbindung der beiden.
 
Das Geheimnis vieler langjähriger Ehen, die längst geschieden wären, wenn einer der Ehepartner nicht Angst vor dem finanziellen Abstieg hätte ... :floet:

Passt aber auf die von mir beschriebene Beziehung eben gerade nicht....:cool2:
 
Nö, gibts aber zuhauf.
 
In dem Fall stellt sich dazu halt die Frage der "Symmetrie".

Ich jedenfalls könnte mich nicht "vollkommen fallen lassen und die Zweisamkeit geniessen", wenn ich (mehr oder weniger) davon abhängig wäre, dass der Geldfluss seitens des Partners/der Partnerin anhält. Denn ich würde immer im Hinterkopf haben, dass ich ja das Gegenüber sozusagen "bei Laune" halten sollte, um dies zu sichern. Klar, dies in gewissen Grenzen, aber dennoch.
Und ich könnte mich auch als "Sugardaddy" nicht vollkommen auf eine solche Beziehung einlassen, wenn ich wüsste, dass der Geldfluss die Voraussetzung für das Fortbestehen dieser Beziehung ist. Ich müsste versuchen, eine emotionale Distanz zu wahren, denn bei zu großer emotionaler Nähe wäre es für mich unerträglich, dass sie primär des Geldes wegen mit mir zusammen ist.
 
Ich habe zu beiden auch immer noch Kontakt und freue mich sehr über diese Verbindung der beiden.

Auch wenn wir (ich einschließlich) Dich hier ganz gerne mal ärgern oder foppen.

Diese Form der "Mitfreude" ist ein wunderbare und leider auch extrem seltene Eigenschaft. Muss ja auch mal gesagt werden :haha:


Und ich könnte mich auch als "Sugardaddy" nicht vollkommen auf eine solche Beziehung einlassen, wenn ich wüsste, dass der Geldfluss die Voraussetzung für das Fortbestehen dieser Beziehung ist. Ich müsste versuchen, eine emotionale Distanz zu wahren, denn bei zu großer emotionaler Nähe wäre es für mich unerträglich, dass sie primär des Geldes wegen mit mir zusammen ist.

So ginge es mir wohl auch.
 
Das Geheimnis vieler langjähriger Ehen, die längst geschieden wären, wenn einer der Ehepartner nicht Angst vor dem finanziellen Abstieg hätte ... :floet:

Und meist sind Frauen betroffen. Weswegen ich nicht aufhöre, die Wichtigkeit einer guten Ausbildung für Frauen zu betonen, so mühsam das manchmal auch erscheinen mag. Denn es ist übel in einer alternativlosen Situation zu sein.

Allerdings vermute ich, dass auch manche Männer sich zumindest insgeheim an einer solchen Machtposition ergötzen ... :(.
 
Deswegen ists ja auch selten. Und m.E. auch eine Veranlagungsfrage. Vielleicht sogar ein "Defekt".

Man muss ja nicht nur jene "rausfiltern", denen es im Kern nur um Polyfuckaraound geht. Sondern auch all jene, die aus irgendwelchen ideologischen Gründen in diese Richtung gehen wollen (Anti-Establishment, bla bla bla).

So einen "Defekt" habe ich vor langem bei mir festgestellt. Eifersucht verstehe ich nicht. Nicht wertend gemeint, sondern es ist mir so fremd/exotisch, wie das Paarungsverhalten von Schleimaliens im Andromedanebel. Ich kann es nur phänomenologisch erfassen.

Hat auch keinerlei Nutzen/Vorteil, eher im Gegenteil, es wird sogar als mangelnde Bindungsfähigkeit wahrgenommen, es gibt sogar (Pseudo-)Psychologen, welche das behaupten.

Wenn die Partner alle in die Richtung ticken, kann es entspannender sein als der Normalfall...ansonsten kann es auch mehr Stress geben. Meine Erfahrung, es funktioniert eigentlich alles, wenn die Richtigen zusammenkommen.
Das Geheimnis vieler langjähriger Ehen, die längst geschieden wären, wenn einer der Ehepartner nicht Angst vor dem finanziellen Abstieg hätte ... :floet:

oder wenn alle zwei Ehepartner nicht Angst vor dem finanziellen Abstieg hätten...vor allem in MUC weit verbreitet, weil sich nur Spitzenverdiener allein eine anständige Wohnung leisten könne
 
Diese Form der "Mitfreude" ist ein wunderbare und leider auch extrem seltene Eigenschaft. Muss ja auch mal gesagt werden :haha:
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Danke...es freut mich nicht nur, es macht mich auch ein wenig stolz. Zeigt es doch, dass eben nicht alleine das Geld der Grund war Zeit miteinander zu verbringen. Auch zu meiner ersten Sugarbabe-ähnlichen Beziehung habe ich heute noch intensiven Kontakt...Sie meinte sogar einmal, dass wir uns heute noch näher sind als seinerzeit, obwohl sie seit 2 Jahren in einer festen Beziehung lebt. Ich verstehe mich auch mit ihrem neuen Partner hervorragend und ich werde mir ein Loch in den Bauch freuen, wenn sie ihr Studium erfolgreich abschließt...

Und auch mein aktuelles Sugarbabe hat vor kurzem zu mir gesagt, dass sie auf jeden Fall noch auf einen Kaffee vorbeikommt, auch wenn wir nicht mehr zusammen sind...

Es macht mir einfach grosse Freude, jungen Frauen ihr erotisches Kapital bewusst zu machen und gleichzeitig ihr kulturelles Kapital (Ausbildung) zu fördern und so zu ihrer Unabhängigkeit beizutragen, damit sie Männern wenigstens auf Augenhöhe begegnen können.
 
Das ist soziologisch sauber formuliert und ich denke auch verständlich..jedenfalls Nicht-Juristen...:p
 
Wurde von lolo zurechtge....... (äh ausgebildet). Was für ein Prädikat!? :haha2:
 

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